Rovermoot 2023

Am Freitag war Anreisetag. Zelte wurden aufgebaut und der Lagerplatz vorbereitet. Der Lagerplatz war diesmal sehr spartanisch und bestand lediglich aus einer, immerhin gemähten Wiese. Dies bedarf natürlich einiger Infrastruktur: Als Toiletten kamen Dixi-Klos. Für die Wasserversorgung ein Tankanhänger und für die Duschen ...naja, eine Gießkanne und ein durch Planen abgetrennter Bereich. Über den Tag verteilt trudelten immer mehr und mehr Rover ein.

Samstag begann der Tag mit der Morgenwache und einer Andacht am Vormittag. Am Nachmittag wurden alle in gut durchmischte, stammesübergreifende Gruppen eingeteilt und konnten sich an vielen Stationen mit einander messen. Am Abend gab es Lobpreis am Lagerfeuer in der Versammlungsjurte. Der Tag endete mit der Abendwache.

So wie der Samstag endete, so begann auch der Sonntag: mit der Morgenwache und einem anschließenden Gottesdienst. Thema des gesamten Rovermoots und auch des Gottesdienstes war „Leben aus der Gnade von Jesus“. Ein durchaus anspruchsvolles Thema! Am Nachmittag gab es offene Workshops zu verschiedenen Themen. Ein besonderer Workshop war das Zubereiten eines fast frisch geschossenen Rehkitzes. Der Sonntagabend endete wieder mit Singerunde bis tief in die Nacht.

Mit viel zu wenig Schlaf begann dann der nächste Morgen. Der Montag war komplett dem Roverversprechen gewidmet. Jeder, der das Roverversprechen ablegen wollte, goss seinen Ring, während die Roverpaten die Bücher für ihre Versprechenden bastelten. Alle anderen hatten Freizeit und konnten die warme Herbstsonne genießen, die das ganze Rovermoot über schien. Am wolkenlosen Himmel brachte sie die Temperatur auf schon fast unangenehme 26° an der Spitze. Die kälteste Nacht hatte hingeben 7°C, was schon eher der üblichen Temperatur auf einem Rovermoot entsprach. Am Montagnachmittag ging es dann für drei Stunden in die Roverwache. Jeder zog alleine los, um Zeit zum Nachdenken und beten zu haben. Anschließend begann der Schweigemarsch bis zum Versprechensplatz. Auf dem Weg dorthin wurden die Pfadfindergesetze vorgelesen. Ca. 30 Rover und Roverinnen legten dieses Jahr ihr Versprechen ab, an alle ein „Herzliches Willkommen" in der Bundesroverschaft! Anschließend gab es traditionell Tschai am Lagerfeuer.

Schon war das Moot wieder vorbei. Am letzten Tag war Abbau und Abreise angesagt. Nach einem kurzen geistlichen Input und einem Gruppenbild, konnte jeder wieder seiner Wege gehen und sich noch von allen, verabschieden.

Danach trennten viele nur noch eine mehr oder weniger lange Bahn- oder Autofahrt von einer Dusche und einem weichen Bett. Nun heißt es wieder ein Jahr warten, bis zum nächsten Rovermoot, dass in Norddeutschland stattfinden wird. Wir freuen uns schon dort alle und noch mehr wiederzusehen!

Ein Artikel von Micha Teich, Bilder von Tobi Perkuhn und Justus Dallügge