
Gründungsspeer und Oncken-Horn – eine Zeitreise
Bundesthing 2026
Freitag:
Drei Delegierte aus Itzehoe machen sich auf den Weg. Gerade noch rechtzeitig kamen wir, nach einem
Stellwerksausfall in Eidelstedt am Hamburger Hbf an. Abfahrt Richtung Süden. In Fulda gab es den nächsten
planmäßigen Zwischenstopp. Dieser Plan beinhaltet einen Besuch im Restaurant „La Romantica“ zum Pizza
essen. Und einen Nachstich. Und... noch einen Nachtisch. Voll gegessen ging es weiter nach Rieneck. Vor
Ort wird spontan noch eine Person aus Kassel ebenfalls mit hoch zur Burg genommen.
Auf der Burg geht es für Region Küste nach einer kräftigen Runde “Dawg” zum Lobpreisabend.
Wir starten unser Bundesthing wie immer: mit Liedern für Gott und einem Impuls. Anhand vom Vater unser
hören wir: Unser Herz ist wie ein Ackerfeld auf dem einiges wächst. Wir können hinschauen, was bei uns im
Herzen wächst und dürfen sicher sein: Gott möchte Gutes in unsere Herzen aussäen und uns helfen Unkraut
aus unserem Herzen zu entfernen (zum Beispiel Ungeduld, Lieblosigkeit oder Neid). Nach einem
gemeinsamen Gebet griffen einige noch zu Gitarre und Mundharmonika um eine kleine Singerunde
anzuberaumen, kurz nach Mitternacht erschallte schließlich “Gute Nacht” aus dem Gewölbekeller. Ein guter
Start.
Samstag:
“Ein Bund der trägt” so lautet der Wahlspruch der Baptistischen Pfadfinderschaft (BPS). Was das genau
bedeutet erläutert zilp am Samstagmorgen in seiner Andacht. Alle von uns tragen
immer wieder Herausforderungen in unserem Lebensrucksack mit uns herum: Krankheit, Sorgen,
Gefühle...
Wenn wir einander zuhören, füreinander beten und miteinander sprechen können wir diese Themen
miteinander tragen. Am wichtigsten ist jedoch, dass wir uns von Gott tragen lassen.
Mehrmaliges Durchzählen der Stimmzettel ermöglichte uns schließlich den Start der weiteren
Tagesordnungspunkte. Doch was ist eigentlich das BT (Bundesthing)?:
Einmal im Jahr versammeln sich Vertretende aus den verschiedenen Siedlungen, Stämmen, Regionen und
Ämtern um wegweisende Entscheidungen und Strukturveränderungen miteinander abzustimmen. Aber
auch um Gemeinschaft zu leben und unseren Bund (der trägt) zu erleben.
Weiter in der Tagesordnung folgten die Berichte aus den einzelnen Regionen.
Außerdem wurden einige historische Gegenstände aus der Vergangenheit der Baptistischen
Pfadfinderschaft gefunden. Darunter Bücher, die gern restauriert werden dürfen, Wimpel und vor allem: der
Gründungsspeer! Welch Artefakt.
Anschließend wurde ein neues Presseteam gewählt, was dafür sorgt, dass du diesen Bericht hier überhaupt
lesen kannst sowie eine Stellvertretung für unseren GJW-Vorstandsposten. Es folgen ein Antrag und einige
Berichte, unter anderem aus der Bundesmaterialstelle, welche uns auch die großartige neue BPS-Koppel für
den Gürtel präsentierte. Diese Koppel könnte von uns ja bspw. auf dem nächsten Bundeslager in 2027
getragen werden. Dort soll das Bluetooth-Zeichen eine besondere Rolle einnehmen – was da wohl hinter
steckt? Wir raten: Ausschau nach der Anmeldung halten, anmelden, dabei sein und es herausfinden!
Mitkommen können alle Pfadis ab Jupfi-Alter.
Wer in der Zwischenzeit gerne mehr über die Geschichte der Baptistischen Pfadfinderschaft (BPS) erfahren
möchte, hat die Gelegenheit im Jubiläumspodcast mehr zu hören! Denn die BPS wird in diesem Jahr bereits
40 Jahre alt! In der ersten Folge kommen direkt unsere beiden Gründerväter Niels und garf zu Wort, welche
auch auf dem Bundesthing vor Ort sind!
Um die Arbeit in den Stämmen und Siedlungen in Zukunft finanziell noch besser unterstützen zu können,
stimmten wir für einen Fördertopf, auf dessen Gelder sich Sippen, Siedlungen und Stämme bewerben
können. Also wenn ihr in eurer Sippe, eurer Siedlung oder eurem Stamm ein Projekt habt, für das ihr noch
finanzielle Unterstützung gebrauchen könnt, dann bewerbt euch gern!
Nach der Finanzfrage ist vor der Finanzfrage. Zu diesem Thema wurden in diesem Jahr
besonders viele Anträge gestellt. Glücklicherweise konnte unsere Bundesführung uns
mithilfe eines Flussdiagramms sicher und souverän durch die Stromschnellen unserer
Finanverwaltung leiten. Nach einigen Wortbeiträgen und mehreren Anträgen waren nun
(hoffentlich) alle wieder im Bilde. Besonders gefreut hat sich Region Küste – nach einigen
Jahren, in denen ihre Anträge nicht durchkamen dies Jahr der Erfolg: Antrag
angenommen. Das musste mit Partyhüten gebührend begangen werden. Diese Hüte
sollten nun zum festen Inventar in Küste werden.
So wie uns das Thema der Finanzen jedes Jahr begleitet, so beschäftigen uns die Themen Kinderschutz und
sichere Pfadfinderarbeit weiterhin. Wie können wir für alle eine sicherere Arbeit gewährleisten und unsere
Kinder bestmöglich schützen? Zu diesem Zweck wird kontinuierlich weiter an unserem Kinderschutzkonzept
gearbeitet.
Ein Schutzkonzept hätte vielleicht auch der Zeitmaschine des Dr. Emmet L. Brown gut getan. Am
Samstagabend reisen er und Marty McFly gemeinsam durch die Zeit und finden sich im Jahr 1726 in
Reutlingen wieder – ausgerechnet zur Zeit des großen Stadtbrands. Also schnell wieder weg. Doch oh
Schreck – vom Stadtbrand entzündet brennt nun ein Reifen der Zeitmaschine. Dieser brennende Reifen
scheint nun einige Konsequenzen mit sich zu bringen. Denn nun entzündet sich im Jahr 1978 in Reutlingen
an ausgerechnet diesem Reifen die Eichendorffer Realschule. Auweia. Schnell reisen Doc und Marty weiter
und treffen auf die versammelten Pfadis des Bundesthings auf der Burg Rieneck. Die sehen aber seltsam
aus, beinahe alle in grauen Hemden. Doch es bleibt wenig Zeit sich zu wundern. Gemeinsam muss nun die
Schule gerettet werden. Denn wenn die Schule niederbrennt kann Gründervater Niels dort nicht beginnen
als Lehrer arbeiten und wenn das geschieht, ja dann... Dann könnte es sein, dass 1986 die BPS gar nicht erst
gegründet würde. Nicht auszudenken. Also schnell aufgeteilt und losgelegt. Der Schulturm muss neu
aufgebaut werden, die Dachpappe umgedreht, das Feuer an verschiedenen Orten gelöscht. An allen Ecken
und Enden wird nun gerannt, Holz gespalten, Tennisbälle und Lassos geworfen, Diamant-Knoten geknotet,
Hindernis-Parcoure überquert und heimlich die ein oder andere trockene Spaghetti genascht. Auf dem
Schulgelände verteilt lassen sich Lehrkärfte antreffen, welche die Bemühungen der Pfadis begutachten und
benoten.
Nachdem alle Pfadis sich wieder versammelt haben geht es in den Innenhof der Burg. Dort brennt schon ein
Feuer und der Tschaj steht bereit. Ob die Zeit schon gekommen ist? Noch nicht ganz. Zuerst werden einige
Personen aus ihren Ämtern verabschiedet. Teddy zum Beispiel aus ihrer Rolle im Presseteam, Malin aus
ihrem Amt als stellvertretende Bundesführung und Maria Hofmeister, auch wenn Maria eigentlich eher im
GJW als bei uns zu finden ist. Doch Maria hat sich innerhalb des GJWs so lieb für uns eingesetzt, dass wir ihr
nach Ende ihrer Beschäftigung im GJW noch einmal selbst danken wollten.Auch Niels und garf wurden noch
einmal geehrt. Zu unserer Überraschung hatten sie etwas mitgebracht: ein Horn! Dieses wurde feierlich der
Bundesführung überreicht. (Es wird gemunkelt es gäbe auch noch einen Schild. Bald haben wir also eine
komplette Rüstung zusammen.) Pforzheim bot sich an, das Horn für’s Erste bei sich aufzunehmen. Auch
eine Siedlung durften wir begrüßen: In Kassel startet eine Arbeit.Zwei weitere Siedlungen sind nun nach 15
und 20 Jahren bereit zu Stämmen zu werden. Zu diesem Zweck haben sie jeweils eine Stammesaufgabe
bewältigt. Eine Fibel zu Lagerbauten und eine zu Haijks – sogar mit Wölflingen!Das Fell auf dem
Stammeswappen der OHZ-ler kam uns allerdings verdächtig bekannt vor. Wo könnten wir das schon einmal
gesehen haben?
Jetzt müsste doch langsam die Zeit gekommen sein? Noch nicht ganz. Also fragen wir uns erst einmal was
das für Bäume sein müssen, wo die großen Elefanten spazieren gehen. Nach weiteren Liedern ist es soweit:
Die Zeit ist gekommen.Es wird ein letztes Mal umgerührt – vielleicht ging auch ein Schwung daneben, als
ein Scheit nachgab – dann wird der Tschaj ausgeschenkt.Es wird gemunkelt, dass anschließend noch einige
Runden DAWG gespielt, vor allem aber eine kräftige Singerunde mit dem BepeliNo4++ einberufen wurde.
Dabei ist das BepeliNo4++ so ergiebig, dass nicht einmal zwischen Liederbüchern gewechselt werden muss.
Da hat sich die Arbeit wohl maßgeblich gelohnt! Einige tollkühne Pfadis sollen erst in den frühen
Morgenstunden ins Bett geschlüpft sein.
Sonntag:
Der Sonntagmorgen startete nach dem Frühstück mit einem Gottesdienst zu Zefanja ...An verschiedenen
Stationen konnten wir die einzelnen Inhalte des Verses vertiefen. Im Anschluss war es Zeit ein letztes Mal
Zeit Anträge zu wälzen und Informationen abzugeben.
Nachdem dieses Jahr zum ersten Mal seit einiger Zeit der Zwischenstandsbericht aus der
Arbeitsgruppe “BPS-App” nicht stattfindet, wurde nun eine neue Gruppe ins Leben gerufen,
um der App-Idee nochmals eine Chance zu geben. Wir hoffen auf spannende und erheiternde
Zwischenstandsberichte in den folgenden Jahren.
Unsere Finanzen sehen gut aus, so lässt sich unser Kassenbericht zusammenfassen. Da können wir die Kasse
eigentlich entlasten... oder? Oder? Beinahe wurde dieser Schritt vergessen, ebenso wie die Neuwahl von
Personen, die im nächsten Jahr die Kasse prüfen sollen. Schnell holen wir dies – mehr stehend als sitzend -
nach und dann heißt es ein letztes Mal: auf zum Essen. Zuvor noch schnell ein Gruppenfoto und eine
Abschlussrunde. Dort wird versehentlich Allzeit bereit angestimmt, sodass mittendrin auf Nehmt Abschied
um geschwungen wird. Die letzten Dinge werden verstaut und dann ziehen letzte bunte Hüte Richtung
Bahnhof. Im Zug drücken die ersten schon auf “Play” um in die erste Folge des Jubiläums-Podcasts rein
zuhören: “Hallo und herzlich willkommen zu unserem BPS-Podcast”.Wie es nun mit der BPS weitergeht oder
wie wir bis hierher gekommen sind? Schau bei uns vorbei oder hör Mal rein. Wir freuen uns auf dich!

