Jurtendinner in Itzehoe

ein Dankeschön, ein Wiedersehen

Bunter Abend auf dem ReLa Küste 2022: „Und als Dankeschön für das Ausrichten des diesjährigen ReLas möchten wir dem Stamm Itzehoe ein exklusives Jurtendinner mit 3-Gänge-Menü schenken.“ Damit endete die Dankesansprache an den Stamm Itzehoe und die Lagerleitung des diesjährigen ReLas. Die Regionsführung und saubär verstauten die exemplarischen 3 Bestecksets für Vor-, Haupt- und Nachspeise. Das war

Anfang September gingen dann die Überlegungen los: Sellerie-Schnitzel? Karamellisierte Möhren? Pfannenbrot? Panierter Käse? Die Optionen schier unendlich und nur einige Anhaltspunkte. Möglichst viel über dem Feuer – so die Idee. Und was her machen soll es – auf dem Teller und auf der Zunge.

Am Ende steht ein Menü, welches sich zumindest in der Theorie sehen lassen kann:
Zur Vorspeise Bruscetta mit geröstetem Brot und selbstgemachter Salsa.
Die Hauptspeise trumpft auf mit Rinderbraten, gebackenem oder gebratenem Käse, Herzogin- Kartoffeln, Preiselbeer- und brauner Soße.
Für alle süßen Zähne gibt es zum Nachtisch noch verschiedene Quarkspeisen.

 

Für das Küchenteam geht es direkt zurück an den Herd. Als die ersten Herzogin-Kartoffeln auf das Blech gedrückt werden ist es allerdings aus. Diese jämmerlichen Haufen lassen sich nur mit einem Wort beschreiben: einem Haufen eben. Bei diesem Anblick wird aus Heiterkeit ein nicht enden wollender Lachanfall. Ein jeder versucht sich an der besten Form und die Haufen werden immer toller – geringelt, geplättet, umgefallen. Schlussendlich wird noch ein prähistorisches Tier aus dem Kartoffelbrei geformt - „der ist für die Regionsführung“ wird mehrmals betont. Der Käse und die Preiselbeersoße dürfen in der Zwischenzeit auf‘s Feuer – schlussendlich ist dann beides eher soßig. Das stört nun aber keinen großen Geist mehr – jetzt wird serviert und diniert. Allen schmeckt es herrlich. Gemeinsam sitzen wir an einer langen Tafel, schnacken, schaufeln, lachen.

Zu guter letzt sitzen noch so einige am Lagerfeuer und singen, während das Küchenteam klar Schiff zu machen versucht. Und bei ‚versucht‘ steigen wir ein letztes Mal mit viel Heiterkeit ein. Der Abfluss scheint durch die ein oder andere durchgerutschte Preiselbeere nämlich etwas blockiert. Nun wird gepömpelt, mit dem Gartenschlauch „durchgeballert“ (O-Ton), an diversen Stellen Rohrreiniger in die verstopften Öffnungen installiert und vor allem viel gelacht. Als nun das Wasser aus dem Boden emporsteigt klopft Putzfrau wühli mit einem Wischwagen: Roomservice vom Feinsten. Schlussendlich konnten die letzten Spuren des Unglücks beseitigt werden (hoffentlich). Letzte Lieder werden gesungen bis sich alle Küchenfeen satt, müde und leergelacht wieder nach Hause begeben. Einige Itzehoer verbringen die Nacht im Gemeindezentrum und dürfen das Thema Rohrreiniger vielleicht Morgen nochmal angehen, aber ssscchh! Jetzt wollen wir sie erst einmal schlafen lassen, denn das ist eine andere Geschichte...

Gute Nacht und Dankeschön – es war für alle ein gesegnetes Wiedersehen.