Foto: Christoph Perkuhn

Reinschnuppern in die Mitarbeit

Bericht vom KorX der Region Süd-Ost

Vom  04. bis 06. Mai 2018 trafen sich 16 Teilnehmer zum KorX der Region Süd-Ost auf der Reute in Haldenwang bei Burgau. Neben Teilnehmern aus den Stämmen der Waldenser (Burgau), David Livingstone (Steinheim) und der Siedlung Murnau (kurz vor den Alpen) hatten sich auch zwei Pfadfinder von Stamm Wilberforce (Celle) aus der Region Nord in den wilden Süden aufgemacht, um gemeinsam mit uns herauszufinden, was es eigentlich mit dem Kornett als Sippenamt auf sich hat.

Foto: Christoph Perkuhn

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Freitag 04.05.2018

Nachdem alle die Anfahrt zum Kursort gut überstanden hatten, wurde gleich mit dem Aufbau der Jurte und weiterer Kothen als Unterkünfte für das Wochenende begonnen. Zum gegenseitigen Kennenlernen gab es dann noch lustige Gemeinschaftsspiele. Nach der offiziellen Begrüßung mit Andacht durch das Trainerduo kibbo und mena tauschten alle noch ihre Erwartungen für das bevorstehende Wochenende aus. Dann folgte die Einführung in das Trainingsprogramm, in dem Ablauf und Ziele des KorX erklärt wurden. Richtig los ging es dann mit der Aufgabe, zwei verschiedene Sippen zu bilden und sich dafür Namen auszudenken sowie Sippenwimpel zu gestalten, woraufhin sich auch alle gleich an die Arbeit machten.

Nachdem nun jede Sippe ihren Namen hatte und schon ungefähr wusste, was für einen Wimpel sie erstellen wollte, fand sich die Runde zum Thema „Grundlagen der Pfadfinderarbeit“ wieder im Stuhlkreis ein. Hier wurden unter anderem die Themen Hajk, Fahrt, der Kornett (insbesondere seine Aufgaben und die Ansprüche an das Sippenamt) erklärt und das Stufensystem von Stamm/Sippe/Trupp  etc. näher gebracht.

Am Abend wurden das Zuhören mit einem leckeren Essen vom Grill belohnt. Mit einer supertollen Lagerfeuerrunde mit Stockbrot und spannenden Geschichten aus dem Pfadfinderleben der Teilnehmer wurde der erste Tag dann auch schön gemütlich und ruhig beendet.

Foto: Christoph Perkuhn

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Samstag 05.05.2018

Die Frühaufsteher im Kurs hatten bereits ein Lagerfeuer entzündet um gemütlich mit einer über dem Feuer frisch aufgebrühten Tasse Kaffee oder einem heißen Tee in den Tag zu starten. Nachdem auch der letzte Langschläfer geweckt und aus seinem Schlafsack gekrochen war, trafen sich alle im Kreis zur Morgenwache. Eine kurze Andacht mit Lied und Gebet bei herrlichem Sonnenschein und Vogelgezwitscher unter freiem Himmel - welcher Tag könnte schöner beginnen? Nach dem Frühstück drehte sich alles um die Sippenstunde. Wie ist der richtige Ablauf? Welche Programmpunkte sind wichtig? Welche Elemente dürfend dabei nicht fehlen und was ist typisch für die Sippentreffen der Pfadfinder? Im Anschluss daran wurde es dann ganz praktisch und alle durften eine „Mustersippenstunde“ von kibbo und mena genießen. Besonders spannend war dabei die Pfaditechnik, bei der jeder selbst ausprobieren konnte, wie Fahrtenmesser richtig scharf geschliffen werden. Passend zum Thema gab es dann auch eine Andacht und auch die Pfadispiele durften natürlich nicht fehlen. Die Zeit verging da wie im Fluge. Von Langeweile keine Spur!

Nach einem richtig leckeren Mittagessen mit Chilli con carne a la Pfadi (selbstgekocht!!!) fanden sich wieder alle zum Thema „Jugenpflegerische Aspekte“ ein. Hier ging es unter anderem um Entwicklungspsychologie von Kindern und Jugendlichen, Gruppenprozesse, Pädagogik und Rechtsgrundlagen in der Pfadfinderarbeit. Nach einer kurzen Snackpause ging es frisch gestärkt gleich weiter mit dem Thema „Andachten und Bibelarbeit“ und der Frage, wie kindgerechte Verkündigung und das eigene Leben als Andacht aussehen können. Im Anschluss daran war noch Zeit, die begonnene Planung der Sippenstunden fortzführen und die Sippenwimpel fertigzustellen, woraufhin dann ein ausgiebiges Abendessen folgte. Am Abend saßen dann noch alle bei Chips und anderen Leckereien lachend, singend und auch betend gemeinsam am Lagerfeuer, wo sich einige dazu entschlossen unter freiem Himmel schlafen zu wollen. Der Entschluss wurde zu guter Letzt mit der Entdeckung einer Menge Sternschnuppen am Abendhimmel belohnt, was natürlich ein toller Ausklang eines schönen Tages war.

 

Foto: Christoph Perkuhn

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Sonntag 06.05.2018

Nachdem die Nacht im Freien gut überstanden war, sammelten sich alle wieder zur Morgenwache, um sich danach bei einem sehr leckeren Frühstück für die bevorstehende Waldstreife zu stärken. Die Waldstreife war sehr interessant und spannend, weil sie cool gestaltet war. Unter anderem erklärte kibbo, dass er immer, wenn er in den Wald geht, drei essbare Pflanzen isst. Die Pflanzen muss man natürlich genau kennen und daher sollte sich der Pfadfinder auch mit der Natur beschäftigen. Neben essbaren Pflanzen ging es aber auch darum, dass uns die Natur gut dabei helfen kann, um Bibelstellen und eigene Andachten in der Sippenstunde verständlich rüberzubringen.  So wurden z.B. die drei Entwicklungsstufen des Löwenzahnes (Knospe, Blüte, Pusteblume) mit passenden Bibelstellen verglichen. Anschließend führte die Sippe der „Brommbären“ durch die selbst gestaltete Sippenstunde mit Andacht über Arm und Reich. Nach dem sehr leckeren Mittagessen begann bereits der Abbau der Zelte. Zuerst wurde die Jurte abgebaut, die wir eigentlich gar nicht gebraucht hatten, weil Gott uns so schönes Wetter geschenkt hat. Zwischendurch gab es dann noch die zweite selbstgestaltete Sippenstunde von den „Tigernacktschnecken“. Danach ging´s dann weiter mit dem Abbau der Kothen und dem Zusammenlegen der Kothenbahnen. Zum Schluss gab es von allen Teilnehmern noch ein Feedback für kibbo und mena zum KorX. Dabei waren sich alle einig, dass es ein echt tolles Wochenende war. Bevor es dann um 16 Uhr wieder nach Hause ging, gab es für jeden Teilnehmer noch eine Urkunde.

 

 

Ein Artikel von Siedlung Murnau